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Ihr Service des Monats - Ihr Bericht vom regionalen Klimagipfel am 9. März 2016

eisq beim Klimagipfel
Für Sie als Delegierter des Klimagipfels live dabei. Kurz vor dem Start.

Georgsmarienhütte: Rund 250 Delegierte folgen der Einladung zum regionalen Klimagipfel. Als Klimabotschafter nimmt eisq teil und bereitet als Service für Sie die wichtigsten Aspekte auf.

Welche drei Impulse können Sie mitnehmen?

 1.) Klimaschutz als Wettbewerbsfaktor für Unternehmen

Nicht nur Prof. Osterheider, Geschäftsführer des Stahlwerkes Georgsmarienhütte GmbH, führt den direkten wirtschaftlichen Nutzen von Klimaschutz für sein Unternehmen an.

Was jedem sofort klar ist: Bei den Aufwendungen für Energie handelt es sich um den entscheidenden Block in den Herstellungskosten eines Stahlwerks in Europa. Wer auf dem Weltmarkt gegen chinesische und indische Stähle bestehen will, muss also seinen Energiebedarf im Griff haben und innovative Produkte liefern. Kein Wunder also, dass Stahlwerk Georgsmarienhütte auf Energieeffizienz und modernste und zugleich klimaschützende Herstellungsverfahren für recyclten Stahl setzt, um die unterschiedlichsten Legierungen und Qualitäten herstellen zu können. Laut den Stahlwerkern wären die Wettbewerber am Weltmarkt nicht in der Lage, vergleichbare Qualitäten z. B. für die Automobilindustrie zu liefern. 

Auch Stefan Holtgreife, Geschäftsführer von Solarlux GmbH weiß Klimaschutz für sein Unternehmen zu nutzen.

Mit dem Umzug nach Melle investierte das Unternehmen im Zuge des Neubaus massiv in Energieeffizienz. So berichtet Holtgreife, wie selbst beteiligte Gewerke anfangs den Plänen der Eigentümer und Gesellschafter höchst skeptisch gegenüberstanden, das neue Firmengebäude komplett mit einer hinterlüfteten Glasfassade zu versehen. Geht das überhaupt und braucht man nicht trotzdem eine Klimaanlage? Es geht. Solarlux spart nicht nur laufend Energiekosten sondern entwickelte nebenbei ein neues Anwendungsfeld für die eigenen Produkte in bislang ungedachten Dimensionen.

  2.) Klimaschutz als Transformator für eine Region - regionale Wertschöpfung

Nordrhein-Westfalen und insbesondere der Kreis Steinfurt verfügen über eine jahrhundertelange Tradition als Standorte für den Steinkohlenbergbau. Mit dem Ende der Zechen hieß und heißt es die Wirtschaft einer kompletten Region zu transformieren oder einen Niedergang hinzunehmen.

Wer sich heute mit Windenergie beschäftigt, kommt um den Kreis Steinfurt nicht herum.

Das führt Landrat Dr. Klaus Effing in seinem Beitrag aus und belegt mit Beispielen vom Pionier Franz Tacke bis hin zu GE Wind Energy (Sitz im Landkreis) seine Worte.

Die anwesenden Politiker wollen die Wirtschaft des Landkreises weiter umbauen und damit die Wertschöpfung im Bereich Energie weiter steigern. Der direkte Nutzen davon liegt auf der Hand: Arbeitsplätze in der Region, Wohlstand plus Klimaschutz.

Birgit Rademacher, Stadt Osnabrück, führt im persönlichen Gespräch aus, welchen Service-Beitrag sie als Masterplanmanagerin 100% Klimaschutz leistet.

Die Wirtschaft stelle eine wichtige Zielgruppe dar. Die Unternehmen verfolgen die gleichen Ziele und haben unterschiedliche Voraussetzungen. Sie bringt die Personen wie z. B. die Klimabotschafter zusammen. So entsteht Neues und die regionale Wertschöpfung steigt.

   3.) Klimaschutz als globale Herausforderung mit lokaler Verantwortung 

Die Menschheit wächst ungebremst weiter. Schon im Jahr 2050 werden voraussichtlich knapp 10 Mrd. unserer Artgenossen diesen Planeten bevölkern. Würde jeder dieser Menschen den gleichen CO2-Ausstoß verursachen, wie es beispielsweise heute jeder Einwohner Deutschlands tut (9,25 Tonnen pro Jahr), unser Planet wäre nicht mehr zu retten.  Zum Vergleich: Auf einen Einwohner Indiens kommen heute ca. 1,5 t/a.

Zwei Nichtoptionen und ein Weg

Die zwei mathematisch auf der Hand liegenden Optionen erweisen sich in der Realität als nicht durchführbar.

  • Weder werden die Industrienationen auf Wohlstand verzichten und plötzlich wie die ärmsten Länder der Welt praktisch keine CO2-Emissionen verursachen, ....
  • ... noch werden die Menschen in den Entwicklungsländern freiwillig auf Wohlstand und Entwicklung verzichten, damit sie kein Kohlendioxid freisetzen. 

Der realistische Weg kann lt. Prof. Radermacher folglich nur darin bestehen,

  • dass wir lokal alles daran setzen, funktionierende Wege zur Dekarbonisierung unserer Wirtschaft zu entwickeln und zu erproben
  • und gleichzeitig soviel Zeit als möglich gewinnen, bis die notwendigen Technologien verfügbar sind.

Siehe dazu auch Ihr Expertentipp des Monats.

 

 

Was sind Masterplan-Regionen?

Seit Mai 2012 gibt es Deutschland insgesamt 19 Masterplan-Regionen. Dabei handelt es sich um Kommunen und Landkreise, die sich diesen beiden Zielen bis 2050 verschrieben haben:

 

  • Reduktion der Treibhausgase um 95%
  • Halbierung des Energiebedarfs

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fördert die Aktivitäten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ein Oneliner dazu

Der kleine Dezember möchte von seiner Mutter wieder aus dem Sommer abgeholt werden.