Zur Navigation - Zum Inhalt

Inhalt

Ihr Expertentipp des Monats von Peter Ahl: Wie authentisch ist echt authentisch?

Dies war die Überschrift für eine von mir 2011 angestoßene Diskussion auf Xing. Ich kann Ihnen versprechen, es ging intensiv hin und her.

Immer wieder wird sie gefordert: die Authentizität.
Wir setzen diesen Begriff gleich mit Glaubwürdigkeit, manche sogar mit ehrlich und aufrichtig.

Wenn wir dies so annehmen, dann dürfte Authentizität ein Ausschlusskriterium für Diplomaten sein. Und ganz ehrlich, wie authentisch hätten Sie es denn gerne?
Sie geben einen Empfang für die besten Kunden des Unternehmens. Ihre hoffnungsvolle Nachwuchsführungskraft soll bei der Gelegenheit vorgestellt werden. Dieser kreative, innovative, kontaktstarke junge Mann - mit dem manchmal doch etwas lockeren Mundwerk….

Was geht Ihnen allein beim Lesen dieser Ausgangssituation durch Kopf und Bauch?
Sie hoffen doch auch, dass  er sich „etwas zurückhält“, sich „angemessen“ verhält.

Ähnliche Situationen haben wir im beruflichen Zusammenhang immer wieder. Sei es in der Reklamationsabteilung, im Verkauf oder bei der feucht-fröhlichen Weihnachtsfeier.

Schön wäre es, wenn das jeweils angemessene Verhalten auch gleichzeitig zum normalen und damit passenden Verhaltensrepertoire gehört. Dann wäre es auch authentisch.

Je größer also die Bandbreite unseres Verhaltens, desto größer ist die Bandbreite des zu mir passenden Repertoires. Eine breit angelegte „Kinderstube“ durch Erleben und Vorleben legt eine gute Grundlage. Noch wichtiger ist aber Toleranz und Akzeptanz von Erwartungen anderer Menschen in konkreten Situationen.

Ein paar Beispiele:
- Das ausgeschaltete Smartphone in der Oper oder während eines Vortrages
- Angemessene Kleidung bei einem besonderen Jubiläum
- Defensiv-ruhiges Verhalten bei einem Begräbnis.

Wenn wir die Kinderstube nicht erlebt haben, können wir sie auch als Erwachsene nachholen. Wir können sie erlernen.
Toleranz und Akzeptanz müssen wir wollen. Das ist nicht einfach zu erlernen. Das ist Persönlichkeit.

Das erhoffe ich mir von Führungskräften.

Herzlichst, Peter Ahl.

Fritz sagt zu Franz:

"Ich habe eine neue Arbeitsstelle. Ich putze jetzt bei der Bundeswehr die Bomben."

Darauf sagt Franz:

"Hast du nicht Angst, dass die Bomben explodieren?"

Fritz: "Nein, sind ja auch nicht meine!"