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Menschen - Unser neuer Kollege Marcus Weitz

„Waar ik mien Wuddels heb“ – Wo ich meine Wurzeln habe

Ich bin geboren und aufgewachsen in der ostfriesischen Kleinstadt Leer. Dort verbrachte ich bisher auch den Großteil meiner Lebensjahre. Was ebenfalls aus Leer kommt, ist der (meiner Meinung nach)beste Schwarztee der Welt: Bünting-Tee. Da gibt es aber auch unter uns Ostfriesen Streitigkeiten, denn einige trinken tatsächlich den konkurrierenden Thiele-Tee aus Emden. Oder gar den (bei uns in der Region nicht so bekannten) Onno-Behrends-Tee aus Norden!

Da wir Ostfriesen mehr als 10 Mal so viel Tee trinken wie der Rest Deutschlands, wissen wir natürlich genau, wie man ihn am besten trinkt. Diese Teekultur ist Immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO und das fängt schon beim Teegeschirr an:

  • Teetassen mit der unverkennbaren „ostfriesischen Rose“ oder anderen ostfriesischen Mustern
  • Meist aufwändig verzierte Teelöffel (etwa halb so groß wie herkömmliche Kaffeelöffel)
  • Sahnekännchen mit „Rohmlepel“ (Sahnelöffel)
  • „Kluntjepott“ mit „Kluntjezange“ (Kandisbehälter mit Kandiszange)
  • Stövchen mit einer dickbauchigen Kanne

Der Tee wird erst eingeschenkt, wenn in jede Tasse ein Kandis mit der Kluntjezange gehoben wurde.

Beim Einschenken zeigt das Knacken des großen weißen Kluntje, dass der Tee heiß genug ist – er wird jedoch nur bis zur Hälfte der Tasse gefüllt. Dann folgt die „Wulkje(Wolke) die gekonnt am Innenrand der Tasse mit dem Sahnelöffel platziert wird, sich von dort ausbreitet und schließlich versinkt.

Aber Vorsicht: Der Ostfriese rührt den Tee auf gar keinen Fall um! Denn der „echte“ Genuss kommt erst durch die unterschiedlichen Facetten des Geschmacks und des Lebens: zunächst sanft durch die Sahne, dann die bitter-kräftige Teemischung und zuletzt die Süße des Kluntje.

Einige mögen sich nun fragen, wofür man denn dann in Ostfriesland die kleinen verzierten Teelöffel braucht. Ganz einfach: man legt ihn in die Tasse, wenn man keinen Tee mehr mag. Was man dabei beachten muss: „Dree is Oostfreesen Recht“ – wer vor der dritten Tasse den Löffel in die Tasse legt, gilt als unhöflich.

Bei der gesamten Teezeremonie wird der Tee getrunken, um eine entspannte und gesellige Atmosphäre zu schaffen und nicht etwa, um den Durst zu löschen. Gebäck und Kuchen gehen übrigens auch immer.

Wer sich weiter informieren will, dem lege ich die Website von Bünting-Tee ans Herzen, die dort sehr viele Informationen zum Thema bieten und auch ein Teekunde-Museum in Leer betreiben.


Schon während meiner Kindheit und Jugend im beschaulichen Leer kristallisierte sich auf dem Gymnasium langsam heraus, dass ich einen starken Drang nach Gerechtigkeit in der Welt habe. Deswegen habe ich in der 12. Klasse mit meinen Freunden z. B. am YouTube-Video-Wettbewerb 361° Respektunter der Schirmherrschaft der ehemaligen Familienministerin Dr.in Kristina Schröder teilgenommen und gewonnen. Diese lud uns dann nach Berlin ein zum Meet and Greet mit den Fanstastischen 4, einer feierlichen Urkundenüberreichung mit Presseleuten und vielem mehr. Auch unsere sympathische Bundestagsabgeordnete aus Leer, Gitta Connemann, lud uns noch einmal mit einem interessanten mehrtätigen Programm nach Berlin ein. Kleiner, recht unbekannter Fun-Fact: jeder Bundesagsabgeordnete kann nämlich 2x pro Jahr je 50 Teilnehmer aus seinem Wahlkreis auf Kosten des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung (BPA) nach Berlin einladen.

Nach dem Abitur ging es zum Studium der Sozialwissenschaften an die Universität Osnabrück. Auch hier habe mich über die von der Uni geförderte Initiative für realpolitische Aufklärung ehrenamtlich politisch engagiert. Wir haben z. B. sehr gut besuchte Vorträge organisiert mit Rednern, wie der Wirtschaftsressortleiterin der tazUlrike Hermann über Kapitalismus, mit einem Vertreter der ver.di über  das bedingungslose Grundeinkommen, mit Prof. Dr. Niko Paech über Postwachstumsökonomie oder etwa eine Podiumsdiskussion zum Israel-Palästina-Konflikt.

Andere Projekte waren beispielsweise Workshops zur Ausübung friedlichen Protests des Künstlers Dies Irae oder unsere sehr beliebten Wohnzimmerkonzerte (bei denen wir in der Regel Leute draußen warten lassen mussten, weil es schnell komplett voll war).

 

Ostfriese? Haha!

Was machen Ostfriesen wenn sie einen Eimer heißes Wasser übrig haben?
Einfrieren, heißes Wasser kann man immer gebrauchen.


Ein Ostfriese und ein Bayer begegnen sich im Fahrstuhl. Sagt der Bayer: „Grüß Gott.“ Darauf der Ostfriese: „So hoch fahre ich nicht.“


Was machen Ostfriesen bei einem Stromausfall? Sie gehen zur Nordsee ein Kilo Watt holen.

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