Zur Navigation - Zum Inhalt

Inhalt

Mut zur Veränderung oder warum es nun einen weiteren Fußballverband gibt

von René Jacobi

Die deutsche Nationalmannschaft hat es bei der WM 2018 nicht über die Vorrunde hinaus geschafft. Dies ist auf den ersten Blick gesehen nicht weiter tragisch, ging es den beiden Weltmeistern aus dem Jahr 2006 und 2010 doch ebenfalls so. Aber ist das frühe Ausscheiden vielleicht nur ein weiteres Symptom für die derzeitige Verfassung des deutschen Fußballs?

In Deutschland gibt es aktuell mehr als 250 Fußballverbände, angefangen von den Kreisen bis zum DFB. Während seit langer Zeit bekannt ist, dass Föderalismus und Monopole in den meisten Bereichen eher hinderlich sind, scheint diese Erkenntnis in den heutigen Fußballstrukturen ungehört zu verhallen.

Der Breiten- und Amateurfußball, liebevoll die Basis genannt, wurde in den letzten Jahren immer weiter vom Profifußball abgekoppelt. Während die Profiligen von Umsatzrekord zu Umsatzrekord eilen, kommt genau an der Basis immer weniger Unterstützung an. Konnte man sich früher noch darauf verlassen, dass die Kommunen und Länder die Lücken bei Infrastruktur und Außenwirkung schlossen, entziehen sich die eigentlich verantwortlichen Verbände immer weiter dieser Aufgabe.

Die klammen Kommunen und Länder haben derweil genug andere Baustellen, welche es zu lösen gilt.

Genau aus diesem Grund wurde am 28. Januar in Leipzig, der eigentlichen Wiege des deutschen Fußballbundes, ein neuer Fußballverband gegründet. Der Fokus der Confederation of Football e. V. liegt hierbei auf dem Breiten- und Amateursport und ist von Menschen gegründet worden, die genau in diesem Umfeld heute als Trainer, Schiedsrichter und/oder Spieler aktiv sind. Unser Ziel?

Wir sind der erste serviceorientierte Fußballverband in Deutschland für den Breiten- und Amateurfußball. Wir verstehen uns als Gestaltungsorganisation, indem wir mit den heutigen Technologien und Möglichkeiten ein Umfeld schaffen, in dem Vereine sich weniger mit der Administration beschäftigen müssen, sondern um die Entwicklung der Spieler von morgen.

Wir reduzieren die administrativen Tätigkeiten auf der Vereinsseite und senken dadurch aktiv die entstehenden Kosten. Dadurch bleibt mehr Geld bei den Vereinen, welche diese für die Förderung des Sports verwenden können. Überflüssige Geldbeträge für Spielerpässe, Vereinsanmeldungen, Spielerwechsel, Freundschaftsspiele entfallen durch ein System, dass Prozesse im Rahmen eines vereinfachten Self-Service bereitstellt. Oder können Sie sich vorstellen, welchen Sinn es im 21. Jahrhundert hat, dass ein Antrag für einen neuen Spieler auf Papier ausgefüllt werden muss, durch den Verein an den Verband gegeben wird, damit dort jemand die Daten vom Papier in das IT-System überträgt? Wir auch nicht!

Gemeinsam mit ebenso fußballbegeisterten Partnern werden wir Lösungen entwickeln und bereitstellen, mit denen auch die Vereine an der Basis von den heutigen technologischen Möglichkeiten im Rahmen der Aus- und Weiterbildung sowie der Vereinsarbeit profitieren können.

Wir glauben, dass ein Verband sich als Service-Organisation begreifen muss und als Bindeglied fungiert, wenn für viele mehr erreicht werden soll. Und genau dafür gibt es nun uns. Damit wir in Zukunft wieder in allen Bereichen des Fußballs besser werden.

Confederation of Football e.V.

Mehr über uns finden Sie auf unserer Webseite unter: https://cof.one