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Menschen – Markus Grutzeck, Grutzeck-Software GmbH

Wenn mir eines schwer fällt, dann etwas Interessantes über mich selbst zu erzählen. Aber vielleicht hilft es, ein bisschen in der Vergangenheit zu kramen. Mein Vater Klaus Grutzeck war kompletter Autodidakt und als Leiter Softwareentwicklung in einem Systemhaus beschäftigt. 1979 war ein Computer so teuer wie ein gehobener Mittelklassewagen und die Schreibmaschine das vorherrschende Arbeitsmittel im Büroalltag. Das wollte der Chef meines Vaters ändern. Der Computer sollte massentauglich werden. Unzähligen Sekretärinnen sollte das x-fache Abtippen der immer wieder gleichen Adressen in der Korrespondenz erspart bleiben.

Die Firmengründung

Und so entwickelte mein Vater in der Freizeit nebenher eine Anwendung aus Adressverwaltung, Textverarbeitung, Terminmanager und die innovative damals TeleTetex-Anbindung. Und als Verlegenheitsselbständiger gründete er eine Personengesellschaft auf den Namen seiner Frau Adelheid Grutzeck. So hieß das Unternehmen seinerzeit "Adelheid Grutzeck Software Design". Die Initialen zierten auch das erste Produkt "AGTEXT" und sind auch heute noch – 35 Jahre später – im aktuellen CRM-Produkt "AG-VIP SQL" enthalten.

Mich selbst faszinierten Computer als Kind in keiner Weise. Wenn man mit 8-Zoll-Disketten aufgewachsen ist, übten Commodore und Amiga wenig Anziehung aus. Das Studium finanzierte ich mit meinem WG-Mitbewohner über einen selbständigen Bürostuhlhandel. Das Tiefenfach Wirtschaftsinformatik war eher eine Notlösung, weil sich aus 600 Studenten im Semester nur 16 hierfür erweichen ließen und somit keine Eingangsklausuren oder Losziehen zur Seminarteilnahme notwendig waren. Geschadet hat mir das im Nachhinein nicht.

Kaum die Diplomprüfung geschrieben, erkrankte meine Mutter ernsthaft und die Pflicht, ins elterliche Unternehmen einzusteigen, rief. In meinem jugendlichen Leichtsinn baute ich die Produktpalette in Richtung Kontaktmanagement, Telefon- und Direktmarketing aus. Ein Team von hervorragenden Entwicklern verstand meine Anwendungswünsche. Ich selbst konnte nur die Anforderungen der Anwender formulieren. Und so ergänzt sich meine Schwäche für die Softwareentwicklung mit den Kollegen zum Wohl der Anwender.

Das Unternehmen heute

In meinem Beruf begeistert mich der Einblick in völlig unterschiedliche Branchen, Unternehmenskulturen und die Art, wie Vertrieb oder Service geleistet wird. Gerne probiere ich Sachen im eigenen Unternehmen aus. Aus diesem Schauen und Probieren ist dann vor neun Jahren die erste Veranstaltung "Erfolgreiches Contactcenter" entstanden als Austauschplattform für Führungskräfte im Contact- und Servicecenter. Auf Visitenkartenpartys traf ich zwar nicht meine Zielgruppe, aber gute Ideen, wie man Menschen zusammenbringt. Vordenker der offenen Gruppenveranstaltung oder visuellen Moderation, z. B. David Sibett u. a., faszinieren mich, weil Sie das Nachdenken anregen und Menschen helfen, die eigenen Vorstellungen zu überschreiten. Das macht auch die Begegnung mit anderen Menschen so wertvoll.

Das ermöglicht auch Initiativen wie das 2010 gegründete Contact-Center-Network e.V., einem Zusammenschluss von aktuell 14 mittelständischen deutschen Zulieferern für die Contact- und Service-Center-Industrie. Auf dem Expertenportal www.Contact-Center-Portal.de finden sich werbefrei Fachartikel zu den Grundlagen im Contact-Center und Service.

Neben Beruf und Familie mit drei bald nicht mehr Teenagerkindern finde ich Ausgleich im Sport. Seit dem 16. Lebensjahr bin ich im Volleyball im Verein aktiv. Längst der Glanzzeiten der Oberliga entronnen und mittlerweile als Spielertrainer einer Mannschaft der unteren Leistungsklasse aktiv.

Ehrenamtlich engagiere ich mich in der Leitung einer evangelischen Freikirche. Ich bin zutiefst davon überzeugt, von Gott reich gesegnet worden zu sein. Gerne investiere ich Zeit und Kraft für andere.

Ich freue mich auf die persönliche Begegnung mit Ihnen. Vielleicht am 03.11.2015 beim 9. Erfolgreichen Contactcenter.