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Menschen - Waren Sie schon einmal in Usbekistan? Marlies Hummel-Dietz berichtet von Abenteuern

Marlies Hummel-Dietz in Usbekistan
Marlies Hummel-Dietz in Usbekistan

Usbekistan - unbekanntes Land in Zentralasien

Was macht man in Usbekistan? Das ist immer die Frage aller, wenn sie erfahren, wo man seinen Urlaub verbracht hat. Das möchte ich hiermit aufklären. Fangen wir mit ein paar Zahlen an. Ca. 4.000 km entfernt, 20 % größer aber weniger als die Hälfte an Einwohnern im Vergleich zu Deutschland – das ist Usbekistan. Bis 1991 ein Teil der Sowjetunion, ist es erst seit dem Zusammenbruch des Sowjetreiches eigenständig. Zwangsweise, man wollte lieber bei den Russen bleiben, aber die hatten mit sich selbst zu tun. Russische Einflüsse sind immer noch allgegenwärtig, das fängt schon bei der Sprache an und endet bei den Verkehrsschildern.

Nachbarn sind Kasachstan, Turkmenistan, Tadschikistan, Kirgistan und Afghanistan. Neben Liechtenstein ist es der einzige Binnenstaat der Erde, der seinerseits nur von Binnenstaaten umgeben ist. Ein Meer und somit Sandstrände sind also nur nach Durchquerung von mindestens zwei Ländern  erreichbar, aber die Hauptroute der Seidenstraße führte quer durchs Land. Der Zauber des Orients und die immer noch existierenden Städte entlang der Seidenstraße mit ihrer fast 3000-jährigen Geschichte sind eine Reise wert.

Alles beginnt in der Hauptstadt Taschkent. Es gibt eine direkte Flugverbindung aus Frankfurt mit Air Usbekistan. Man muss keine Bedenken haben, die Flotte wurde brandneu mit Boeings ausgerüstet. Die Hauptstadt ist eigentlich nicht so spannend, doch jeder Reisende wird zu zwei Tagen Aufenthalt zwangsverpflichtet. Und so kann man sich auch die aktuelle Architektur (einer für unseren Geschmack anderen Wahrnehmung von Fortschritt und Moderne) anschauen. Alles ist eine Dimension zu groß und auf Hochglanz poliert.

Danach geht es endlich zu den faszinierenden und beeindruckenden Städten, in denen der Orient hautnah zu spüren ist, mit allem was dazugehört: bunte Gewänder, fremde Aromen und Gerüche, interessante Speisen, unterschiedliche Sprachen und Nationalitäten und sehr viel alte Geschichte. Die alten Karawanenwege kreuzen Städte mit dem kostbarsten Gut, welches heute immer noch in uralter Tradition hergestellt wird: Seide. Der magische Stoff in Kombination mit den Reiserouten ergab den legendären Weg: Die Seidenstraße. Wichtige Handelsplätze wurden in Oasen angelegt, die es bis heute gibt: Chiwa, Buchera und Samarkand. Dazwischen ist man einer unendlichen Weite der Landschaft ausgesetzt, wie es sie in Europa nicht gibt. Die Wüsten des Landes dominieren einen großen Teil des Landes. Die Oasen spielen somit auch heute noch eine wichtige Rolle. Es wird Baumwolle, Reis, Obst und Gemüse angebaut. Die Märkte in den Städten sind übervoll mit allem Essbaren, was das Herz begehrt. Es herrscht ein buntes Treiben aus vielen Nationalitäten wobei die Frauen besonders bunte Gewänder tragen – immer ein Erlebnis für uns Europäer.

Doch kein Land kann alleine an seinen Städten und Orten erlebt werden. Ein Trip durch die Wüste Kysilkum  und die angrenzenden Berge rundet das Gesamtbild des Landes ab. Zur Kultur gehört auch noch ein bisschen Abenteuer, wie die Übernachtung in einem Jurten-Camp und in einsamen Bergdörfern bei herzlichen Gastfamilien. Dabei fühlte ich mich ein wenig in vergangene Zeiten zurückversetzt. Der Komfort beschränkt sich auf eine Glühbirne, aber das macht überhaupt nichts aus, da der Charme der Landschaft sowie die überaus freundlichen und interessierten Menschen das vergessen lassen. Durch einige Wanderungen von Ort zu Ort ist man noch näher dran. Der Abstecher in die Wüstenregion lässt einen ankommen und den Blick noch mehr eröffnen, woher die Magie dieser Länder kommt. Beinahe im Zeitraffer verfliegt dieser Moment mit der Rückkehr nach Taschkent mit ein wenig Sand im Gepäck. Sofort könnte ich mich wieder aufmachen und weitere Orte auf der Seidenstraße besuchen.

Was sollten Sie über Marlies Hummel-Dietz wissen?

Marlies Hummel-Dietz arbeitet bei Stuttgart Netze Betrieb GmbH. Nach mehrjährigen Erfahrungen in der Entwicklung und dem Vertrieb von energienahen Dienstleistungen erfolgte der Wechsel auf die Kundenseite. Der Einkauf und die Steuerung von Dienstleistungen für den Betreiber des Stromnetzes in der Stadt Stuttgart ist eine neue spannende Herausforderung. Nebenbei bleibt auch noch Zeit zum Reisen bevorzugt in Länder und Orte mit etwas Abenteuerwert.

Sie können Frau Hummel-Dietz beim kommenden Exzellenzforum Dienstleistersteuerung am 30./31. Mai 2017 persönlich kennen und schätzen lernen.