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Menschen - Rolf Lohrmann: Von Westfalen an die Küste

In diesem Jahr jährt es sich nun schon zum zehnten Mal, dass ich mein Unternehmen in Hamburg gegründet habe. Viele Höhen, aber natürlich auch einige Tiefen waren zu durchsteuern. Das prägt. Eine spannende Zeit, die ich niemals missen möchte. Vielleicht war mein Weg in die Selbstständigkeit auch schon vorgezeichnet, wo ich doch aus einer Handwerkerfamilie stamme, in der verschiedenste Berufe versammelt waren und sind: Handwerksmeister, fast immer selbstständige und zum Teil auch recht eigenwillige Charaktere, die selbst die Verantwortung für sich, ihre Familien und ihre Mitarbeiter übernommen haben.

Und das oft über Generationen hinweg. Dazu die sprichwörtliche Bodenständigkeit der Westfalen... das erdet. Gut so, insbesondere in einer Stadt wie Hamburg, in der manch einer – zugegebenermaßen eher der Zugezogenen, den „Quiddjes“, wie man sie in Hamburg nennt, – schon mal zu einer gewissen Überheblichkeit neigen soll. Und im Callcenter-Business, in dem ich jahrelang gearbeitet habe, ist Bodenhaftung sicherlich besonders wichtig. Nach verschiedenen Leitungstätigkeiten, zuletzt als angestellter Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft der d+s europe AG mit dem Schwerpunkt Personalentwicklung und Qualitätsmanagement-Beratung, ergab sich, bedingt durch die Restrukturierung der Konzernmutter, die Gelegenheit, eine neue Tür aufzustoßen und ein eigenes Unternehmen auszugründen. Also hat es mich letztlich auch in die Selbstständigkeit gezogen.

Muss wohl in den Genen liegen.

Manchmal muss man Chancen ergreifen, wenn sie sich bieten, ohne lange zu zögern. Und es hat geklappt. Großartig! Ab diesem Zeitpunkt konnte ich endlich selbst entscheiden, wie ich mein Unternehmen aufbauen und entwickeln möchte. Es macht mir ausgesprochen großen Spaß, als Berater, Business Coach und Auditor, zusammen mit meinem Team meinen Kunden, Menschen wie Organisationen zu helfen, immer besser zu werden und dabei ihre Grenzen zu überwinden. Auch die Möglichkeit, in tollen Teams Innovationen und Geschäftsmodelle für Kunden zu entwickeln, diese zusammen zu bringen und Neues entstehen zu lassen, treibt mich immer wieder an. So ist der call-center spezifische Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsstandard QMCC entstanden, wie auch QM-Softwarelösungen und viele Konzepte zur Verbesserung der Servicequalität in Unternehmen.

Genau so wie die Chance, an der Hochschule Bremerhaven gemeinsam mit der Hochschule und der IHK ein Weiterbildungsstudium für Führungskräfte aus dem Communication Center zu initiieren und dort viele Jahre mit zwei Professoren ein Leitungsteam zu bilden. Toll, mitzuerleben, wie bei beharrlicher Verfolgung eines Ziels mit guten Partnern solche Erfolge erzielt werden können und die Studierenden während der Weiterbildung „wachsen“ zu sehen.

Diese Freiheit in der Entscheidung, die Dinge tun zu können, die einem Spaß machen und in denen man auch wirklich gut ist, machen für mich die unternehmerische Tätigkeit insbesondere in einem inhabergeführten Unternehmen aus. Ohne Abhängigkeit von Entscheidungen eines Konzernvorstandes oder der Abhängigkeit von der Börse.

 Ein weiterer Vorsatz ist auch wahr geworden: Segeln.

Seit vielen Jahren wollte ich das machen und habe es nun auch in die Tat umgesetzt. Auch hier geht es letztlich um gute Führungs- und Teamarbeit. Und wer weiß, vlt. ist das ja auch der Beginn eines neuen Seminarangebotes...

So bin ich jetzt wahrscheinlich auch endlich richtig an der Küste angekommen.

Über Rolf Lohrmann

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Der (un)-vermeidliche Beraterwitz

Ein Jurist, ein Arzt und ein Berater überlegen, ob es besser ist, eine Geliebte oder eine Ehefrau zu haben.

"Eine Geliebte ist definitiv besser. Wenn Sie sich scheiden lassen, kommt es immer zum Rechtsstreit. Und teuer ist es auch noch", warnt der Rechtsanwalt.

"Nein, nein", wirft der Arzt ein. "Eine Ehefrau verschafft Ihnen ein sicheres und wohliges Gefühl. Sie tut Ihrem allgemeinem Wohlbefinden gut und steht Ihnen in stressigen Lebensphasen zur Seite. Das ist gut für Ihre Gesundheit."

"Beides ist am besten, Ehefrau und Geliebte", überlegt der Berater. "Denn wenn die Frau denkt, ich sei bei der Geliebten, und die Geliebte denkt, ich sei bei der Ehefrau, kann ich unbemerkt ins Büro verschwinden und arbeiten."