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Wie Raumakustik mit technischen Lösungen verbessert werden kann - von Jens Bestmann

eisq-Experte: Jens Bestmann, ProCom-Bestmann
Ihr Experte: Jens Bestmann, ProCom-Bestmann

Fazit - Ihr Expertentipp: 

Zusammenfassend kann man für alle technologischen Lösungen für die bessere Raumakustik sagen, dass es immer möglich ist, diese Lösungen auch im eigenen Arbeitsumfeld zu testen. Erst wenn man für sich erfahren hat, was die einzelne Maßnahme tatsächlich bewirkt, entscheidet man über die Investitionsbereitschaft. Technische Lösungen sind somit ohne Risiko von Fehlkäufen, sofern man dafür auch die richtigen Partner mit entsprechendem Sachverstand auswählt. 

Lärmbelastung

Wer kennt sie nicht, die Momente am Arbeitsplatz, in denen die Lärmbelastung aus dem Umfeld so groß wird, dass man nicht mehr in der Lage ist, sich auf die eigenen Aufgaben zu konzentrieren.

Für eine stetig wachsende Zahl von Menschen wird Lautstärke am Arbeitsplatz zum immer größer werdenden Problem. Krankheit und Arbeitsausfall sind dann die logische Folge.

Das muss nicht sein. Die allseits bekannten Maßnahmen zur Verbesserung der Raumakustik an Büroarbeitsplätzen sind etwa die Anbringung von schallabsorbierenden Elementen an Möbeln und Raumdecken, Neuordnung der Arbeitsplätze, Abgrenzung durch Trennwände, Verlegung schalldämmender Bodenbeläge, etc.

Darüber hinaus gibt es inzwischen eine ganze Reihe technischer Maßnahmen, die vergleichsweise kostengünstig zur Optimierung der akustischen Arbeitsplatzbedingungen beitragen.

Das große Problem – zu oft werden Maßnahmen nur einzeln betrachtet und durchgeführt, statt alle Möglichkeiten individuell zu betrachten und im richtigen Maße zu einer Gesamtlösung zusammenzubringen. Eine Einzelmaßnahme bleibt immer eine Einzelmaßnahme und wird keine raumakustischen Wunder bewirken.

VoiceCoach von ProCom-Bestmann
Sprachampel: VoiceCoach von ProCom-Bestmann

3 Tipps für Sie: Die Sprachampel und andere technische Maßnahmen.

1.) Sprachampel: Reduzierung der Lärmquelle 'Sprache' an Telefonarbeitsplätzen

Lärm in Büros entsteht heute nicht mehr durch Drucker oder gar Schreibmaschinenanschläge. Es ist die Menge von menschlicher Sprache, die wir selbst verursachen. Man hat vor einigen Jahren sogenannte Lärmampeln entwickelt, die den Geräuschpegel im Raum messen und über die Ampelfarben anzeigen, ob die Lautstärke im Raum gut oder zu hoch ist. Allerdings stellte sich inzwischen heraus, dass jeder Mitarbeiter zwar das „Rotlicht“ der Ampeln wahrnimmt, sich jedoch nicht selbst dafür verantwortlich fühlt. Das Gegenteil ist häufig der Fall und der Mensch fühlt sich durch die Ampelanzeige in seinem Gefühl bestätigt, dass die Lautstärke im Raum  wieder einmal viel zu hoch ist. Er spricht automatisch noch lauter, um schließlich auch verstanden zu werden.

Die einzige Möglichkeit, die eigene Sprechlautstärke selbst zu regulieren entsteht dann, wenn eine Ampelanzeige unmittelbar anzeigt, was jeder einzelne Mitarbeiter an Sprechlautstärke produziert. Das erreicht man mit Sprachampeln, die direkt zwischen dem Telefon bzw. PC  und dem Headset installiert werden. Die Anzeige steht direkt am Arbeitsplatz im Sichtfeld des Anwenders und wird bestens wahrgenommen, da sie nicht mit drei klassischen Lämpchen ausgestattet ist, die man mit der Zeit „nicht mehr sieht“, sondern mit einem LED-Band, das stetig in Bewegung bleibt.

Zudem verfügen Sprachampeln, die das Signal direkt vom Headsetmikrofon abgreifen, über eine einzigartige Technik, die dem Nutzer signalisiert, wenn die Positionierung des Mikrofons zur optimalen Sprachübertragung nicht korrekt ist. So wird gewährleistet, dass die Gegenseite den Nutzer immer maximal gut versteht.

Bei Ausstattung aller Arbeitsplätze wird mit einer Sprachampel eine deutliche Reduzierung der Sprechlautstärke erreicht. Somit entsteht für weitere raumakustische Maßnahmen eine völlig neue und sehr viel komfortablere Ausgangssituation.

2.) Headsets: Reduzierung von Raumlautstärke durch angepasste Kommunikationsmittel

Sprachverständlichkeit bei Telefonaten ist in beiden Richtungen von höchster Bedeutung und nimmt unmittelbar Einfluss auf den Lärmpegel im Raum. Nur wenn beide Gesprächspartner sich gegenseitig sehr gut hören, kann dies zu einem „ruhigeren“ Telefongespräch führen. Dafür ist die Auswahl der richtigen Headsets entscheidend. Nicht nur die gute Qualität des Hörens, sondern auch die des Mikrofons sind äußerst wichtig. Headsets sollten unbedingt zu den täglichen Anforderungen der Mitarbeiter passen. Die Kriterien dafür sind sehr individuell. 

3.) Erhöhung der Diskretion und Konzentrationsfähigkeit

Die Mission bei der Schaffung optimaler raumakustischer Umgebungen ist es, die Sprachverständlichkeit innerhalb des Großraumbüros zu senken. Die Ambitionen, den Umfeldlautstärkepegel auf NULL zu bringen, sollte man getrost vergessen, denn bei absoluter Ruhe im Raum wird jedes Geräusch oder Wort als Ablenkung, Störung oder gar Belästigung empfunden. Ein gewisser Hintergrundpegel der Raumlautstärke sollte gehalten werden.

Dies erreicht man in Büro- und Kontaktcenterumgebungen mit Hilfe von SoundMasking-Systemen. Über Lautsprecher, die möglichst „unsichtbar“ in einem Raster im Raum installiert werden, wird ein elektronisch erzeugtes Geräusch in den Raum abgegeben, das die meisten Menschen als „sanfte Brise“ interpretieren. Kaum wahrnehmbar wird so ein „Geräuschteppich“ erzeugt, der sich über den Grundlärmpegel der Sprache legt. Somit nimmt der einzelne Mitarbeiter nicht mehr wahr, was inhaltlich von den Kollegen im Umfeld gesprochen wird. Das führt zur deutlichen Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit.

Praktisch kann man sich SoundMasking vorstellen, wenn man an folgende Situation denkt:

Sie liegen abends auf einem Campingplatz in Ihrem Zelt. Es ist schon still draußen. Nur im Nachbarzelt wird noch gefeiert und geredet – und sie verstehen jedes Wort. Plötzlich setzt leichter Regen ein und die Tropfen fallen sanft und gleichmäßig auf Ihr Zeltdach. Das Regengeräusch überdeckt jetzt die vorher lästigen Geräusche aus dem Nachbarzelt, die Sprachverständlichkeit ist gesenkt und Sie können eine ruhige Nacht genießen.

Treffen Sie Jens Bestmann:

Jens Bestmann, 1974 geboren in Hannover, verheiratet und Vater von drei Kindern, ist Inhaber von ProCom-Bestmann. Er zählt seit mehr als 20 Jahren zu den gefragtesten Headset-Experten Deutschlands. Er gilt als Innovator der Branche und etablierte mit seinem Team zahlreiche moderne Services und Lösungen. 

 

Entdeckt: Ein weiterer Häschen-Witz für Sie!

Kommt das Häschen wieder in die Apotheke und fragt den Apotheker: 'Haddu Möhrchen?' Dem Apotheker reichts: 'Weißt Du was, Häschen, ich habe auf die ständige Fragerei keine Lust mehr. Ich schmeiß den Job. Wenn Du Lust hast, kannst Du ja übernehmen?'

Häschen übernimmt natürlich die Apotheke. Am nächsten Tag kommt der Apotheker in seine ehemalige Apotheke und fragt Häschen: 'Na, haddu Möhrchen?' Antwortet Häschen: 'Haddu Rezept?'