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Menschen - Was wissen Sie über Nikola Tesla?

Was verbindet magnetische Flussdichte, einen Computer, einen Autohersteller und 112 Patente?

Die Antwort lautet Nikola Tesla. Nach ihm wurde nicht nur eine Standardeinheit benannt, sondern auch ein tschechoslowakisches Elektronik-Unternehmen, welches u. a. einst die Ost-Antwort auf den berühmten Commodore C64 produzierte. Auch Elon Musk wählte für sein Elektroautounternehmen den Namen des Mannes, welcher 112 Patente anmeldete.   

Serbe, Kroate, Jugoslawe, Österreicher, Ungar, Tscheche oder doch Amerikaner?

Wer sich mit dem Erfinder des 20. Jahrhunderts auseinandersetzt (in Anlehnung an Michael Krauses Biografie: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand, Wiley Verlag, 2009), stößt gleich auf mehrere Nationen, die seinen Ruhm für sich in Anspruch nehmen. Am 10. Juli 1856 erblickte Nikola Tesla im Smijan, den heutigen Kroatien als viertes von fünf Kindern das Licht der Welt. Kroatien gehörte damals zu Österreich-Ungarn. Folglich studierte der notorische Einzelgänger zunächst in Graz (Österreich) und sollte es später in Prag (Tschechien) tun. Sollte, weil er das Studiengeld des Onkels anderweitig in Prag durchbrachte. Also ging er nach Budapest (Ungarn) und arbeitete dort im Telegrafenamt. So kommt es, dass die k. u. k. Nachfolgestaaten den Ruhm Teslas versuchen, für sich zu verbuchen. 

Wie kommt Serbien ins Spiel?

Teslas Mutter sprach serbisch, weshalb Tesla sich später diplomatisch als Jugoslawe bezeichnete. Immerhin löste die serbisch-k. u. k. Feindschaft den ersten Weltkrieg und den Zusammenbruch des Vielvölkerstaates aus.

... und die USA?

1889 zog Nikola Tesla in die Vereinigten Staaten und nahm später auch die Staatsbürgerschaft an. Faktisch war er also nie Jugoslawe gewesen, obwohl ihm im serbischen 'Nikola Tesla Museum' in Belgrad eine rührige Lebensgeschichte voller Heldentaten zugeschrieben wird. 

Erfinder, Einzelgänger, Lebemann, Bankrotteur,...

Als Erfinder erhielt er 12 Ehrendoktorwürden aber keinen Studienabschluss. Als Einzelgänger konnte er sich Zeit seines Lebens schlecht in Gruppen integrieren - mit ein Grund für sein Studienende in Graz oder seine vielen Kurzzeitanstellungen. Er arbeitete als Einzelgänger, mied Frauen und wusste das Leben zu genießen (Homosexualität war damals ein Tabuthema, weshalb wir heute nichts genaues wissen). Wenn er Geld hatte, wohnte er in den vornehmsten Hotels wie dem Waldorf Astoria in New York, trug wöchentlich neue Handschuhe und Krawatten.Wenn er kein Geld hatte, kümmerte er sich recht wenig um seine Verpflichtungen. Alle fünf (oder waren es mehr?) von ihm gegründeten Firmen gingen nach kurzer Zeit bankrott. Ob das ein gutes Omen für Tesla Motors ist?

Mit den Promis auf Du und Zwist

Sarah Bernhardt, John Jacob Astor IV, Thomas Alva Edison, J. P. Morgan, George Westinghouse, ... die Prominenz seiner Zeit zählte zu Teslas direktem Umgang und seinen Finanziers. Wer mit ihm direkt Geschäfte machte, geriet mit Tesla schnell in Zwist. John Pierpont Morgan, den Gründer der heute weltbekannten und nach ihm benannten Bank JPMorgan Chase & Co., konnte Tesla sogar betrügen. Tesla erklärte dem Bankier, er wolle ein System zur drahtlosen Nachrichtenübertragung über den Atlantik erforschen. In Wirklichkeit arbeitete er an der drahtlosen Energieübertragung. Es gab nur sehr wenige Fälle wie diesen, in den sich Herr Morgan täuschen lies. Tesla brachte das zu Lebzeiten auch Anerkennung ein, obwohl er die Angestellten des Versuchslabors einfach verlies, die Gehälter einbehielt und fällige Steuern nicht zahlte. Galt doch JP Morgen als ausgebuffter Geschäftsmann, der der U.S. Armee von ihr ausgemusterte Gewehre als neue wieder verkaufte.

Bei Nikola Tesla handelt es sich somit um eine schillernde Persönlichkeit, die in einigen Punkten auch zu Elon Musk passt. Bleibt zu hoffen, dass sich Musk als der bessere Unternehmer mit Tesla Motors Inc. erweist.

 

 

 

Ein Kalauer über Energieversorgungsunternehmen.

Bei einem Energieversorger geraten Sie leicht in eine leitende Position.